Konkrethik in der Gesellschaft

Gemeinsam erkennen. Gemeinsam handeln.

Gesellschaftliche Probleme bleiben oft ungelöst, weil Zuständigkeiten unklar sind, Verfahren lange dauern oder
Verantwortung weitergereicht wird.

Konkrethik bedeutet, das Machbare zu erkennen, sich zusammenzuschließen
und das Bestmögliche verantwortungsvoll umzusetzen.

Beispiel: Der vernachlässigte Nachbarschaftsplatz

Die Situation
Ein öffentlicher Platz im Viertel ist verwahrlost. Sitzbänke sind beschädigt, der Spielbereich ist ungepflegt und Müll sammelt sich an. Die Nachbarschaft hat die Stadtverwaltung mehrfach informiert, doch über Monate geschieht nichts.

Die konkrethische Entscheidung
Die Anwohner bleiben nicht bei Beschwerden und Schuldzuweisungen stehen. Sie klären gemeinsam, was sie selbst legal, sicher und realistisch verändern können und wobei die Stadt weiterhin zuständig bleibt.

Die konkrete Tat
Die Nachbarschaft bildet eine kleine Projektgruppe, stimmt das Vorhaben mit der Verwaltung ab und organisiert einen gemeinsamen Aktionstag. Müll wird beseitigt, Beete werden gepflegt und beschädigte Bereiche dokumentiert. Für notwendige Reparaturen werden konkrete Ansprechpartner, Kosten und Termine eingefordert.

Der Nutzen
Aus Unzufriedenheit wird gemeinschaftliche Selbstwirksamkeit. Der Platz wird wieder nutzbar, die Nachbarschaft wächst zusammen und die Stadtverwaltung erhält einen klaren, lösungsorientierten Impuls.

Konkrethik beginnt in der Gesellschaft dort,
wo Menschen Verantwortung nicht nur einfordern,
sondern gemeinsam wirksam werden.