Konkrethisches Handeln braucht zwei gemeinsame Gewissheiten: ein Ziel, das Menschen und ihrer Zukunft dient, und eine verlässliche Einschätzung der Wirklichkeit. Erst wenn wir wissen, was wir gemeinsam erreichen wollen und von welchen Tatsachen wir ausgehen, können wir das Bestmögliche erkennen und umsetzen.
Objektivität ist der durch überprüfbare Fakten, offengelegte Quellen und anerkannte Prüfverfahren bestmöglich gesicherte Wissensstand, den alle Beteiligten bis zu einer begründeten Korrektur als gemeinsame Handlungsgrundlage anerkennen.
Das bedeutet keine ewige Wahrheit und keine verordnete Einheitsmeinung. Objektivität ist das zuverlässigste Wissen, das uns nach sorgfältiger Prüfung gegenwärtig zur Verfügung steht. Neue Erkenntnisse können es ergänzen oder korrigieren. Persönliche Interessen, religiöse Überzeugungen, politische Ideologien und wirtschaftliche Macht dürfen es jedoch nicht nach Belieben umdeuten.
Wenn medizinisch zweifelsfrei nachgewiesen wird, dass ein Virus existiert und Menschen gefährdet, kann seine Existenz nicht gleichzeitig zur bloßen Inszenierung erklärt werden. Über Maßnahmen darf gestritten werden. Die gemeinsame Tatsachengrundlage muss gelten.
Wenn über Atomkraft entschieden wird, müssen Sicherheitsdaten, Unfallwahrscheinlichkeiten, Entsorgungsfragen, Kosten, Klimawirkungen und technologische Entwicklungen nach denselben Kriterien geprüft werden. Erst danach ist eine verantwortliche Entscheidung möglich.
Wenn die Gleichberechtigung der Frau anerkannt ist, kann ihre Unterdrückung nicht als kulturelle Besonderheit toleriert werden. Menschenwürde verliert ihre Gültigkeit, sobald Macht und Kultur sie beliebig auslegen darf.
Wo Präsidenten wie Trump oder Putin etc. ihre Interessen zur Wirklichkeit erklären, wird gemeinsames Handeln unmöglich. Wer Fakten seiner Macht unterwirft, zerstört den Boden, auf dem Verständigung, Frieden und Zukunft entstehen können. Dieses Prinzip gilt ebenso für Regierungen, Unternehmen, Wissenschaft, Medien, Religionen und jeden einzelnen Menschen.
An diesem Punkt steht die Weltgesellschaft. Sie ist wirtschaftlich, digital, ökologisch und militärisch in Echtzeit miteinander verbunden. Gleichzeitig urteilen Milliarden Menschen aus unterschiedlichen Wissensordnungen, Kulturen und Interessen heraus. Diese Vielfalt bleibt wertvoll. Für gemeinsames Handeln braucht sie jedoch einen überprüfbaren gemeinsamen Nenner, sonst fahren wir voll vor die Wand. Man kann sie schon sehen.
Die Konkrethik will diesen Nenner herstellen. Zuerst klären wir das gemeinsame Ziel: Was dient den Menschen, achtet die Wahrheit, vermeidet Schaden und ermöglicht Zukunft? Danach schafft F+4 die notwendige innere Freiheit: frei von der Meinung anderer, frei von Meinungen über andere, frei von der eigenen vorschnellen Gewissheit und frei für Neues. Anschließend prüfen wir Fakten, Quellen, Interessen, Folgen und Alternativen. Wissenschaft, unabhängige Institutionen und transparente künstliche Intelligenz vergrößern dabei unsere Erkenntniskraft.
Aus gemeinsam geprüftem Wissen folgt gemeinsames bestmögliches Handeln. Objektivität beendet nicht jeden Streit. Sie macht den Streit vernünftig, überprüfbar und lösbar.
Objektivität gibt der Welt einen gemeinsamen Boden. Konkrethik verwandelt diesen Boden in die Macht der Tat.
Gesagt. Getan.